Echt italienischer Pizzateig – unser originales Rezept wie aus Italien
Wenn wir an echte italienische Pizza denken, haben wir sofort ein Bild vor Augen.
Ein luftig-leichter Rand.
Ein dünner, aber elastischer Boden.
Und dieser unvergleichliche Geschmack, der schon pur – ohne Belag – überzeugt.
Genau darum geht es heute.
Wir zeigen euch ein echtes italienisches Pizzateig-Rezept, so wie es in Italien seit Generationen gemacht wird. Ohne Schnickschnack. Ohne komplizierte Techniken. Dafür mit Geduld, einfachen Zutaten und ganz viel Liebe zum Detail.
Und keine Sorge: Man muss kein Profi-Pizzaiolo sein, um dieses Ergebnis zu erreichen. Wir erklären alles Schritt für Schritt, verständlich und alltagstauglich.
Was macht einen echten italienischen Pizzateig aus?
Bevor wir loslegen, klären wir eine wichtige Frage.
Warum schmeckt Pizza in Italien oft so viel besser?
Die Antwort ist überraschend simpel.
Es sind nicht die Zutaten – es ist der Umgang mit ihnen.
Ein echter italienischer Pizzateig besteht aus gerade einmal vier Grundzutaten:
- Mehl
- Wasser
- Hefe
- Salz
Kein Zucker.
Kein Öl im Teig.
Keine Abkürzungen.
Stattdessen setzen wir auf lange Ruhezeiten, sanftes Kneten und ein gutes Gefühl für den Teig. Genau das sorgt für diese lockere Struktur, die gute Bekömmlichkeit und den typischen Geschmack.
Die Zutaten – weniger ist mehr
Das brauchen wir für ca. 4 Pizzen
- 1 kg Weizenmehl Typ 00 (alternativ: Typ 405)
- 620 ml kaltes Wasser
- 2 g frische Hefe (oder 0,6 g Trockenhefe)
- 22 g Salz
Mehr nicht.
Und genau das ist das Geheimnis.
Besonders wichtig: Das Mehl sollte möglichst fein sein. Typ 00 ist in Italien Standard, weil es den Teig besonders elastisch macht.
Warum so wenig Hefe?
Viele Rezepte verwenden viel zu viel Hefe.
Das geht zwar schneller, schmeckt aber oft schwer und „hefig“.
Wir machen es wie die Italiener.
Wenig Hefe + viel Zeit = perfekter Teig
Durch die lange Gehzeit entwickelt der Teig Aroma, wird besser verdaulich und bekommt diese typische Struktur mit großen, unregelmäßigen Luftblasen.
Schritt-für-Schritt: Echter italienischer Pizzateig
1. Hefe im Wasser auflösen
Wir nehmen das kalte Wasser und lösen darin die Hefe vollständig auf.
Nicht warm. Nicht lauwarm. Kalt.
Das verlangsamt die Gärung – und genau das wollen wir.
2. Mehl einarbeiten
Jetzt geben wir nach und nach etwa die Hälfte des Mehls ins Wasser und verrühren alles grob mit der Hand oder einem Löffel.
Erst wenn keine Klümpchen mehr da sind, kommt das Salz dazu.
Salz niemals direkt zur Hefe geben, sonst bremst es sie aus.
3. Restliches Mehl unterkneten
Nun arbeiten wir das restliche Mehl ein.
Der Teig wird jetzt fester, aber noch leicht klebrig.
Wir kneten nur so lange wie nötig – etwa 10–12 Minuten von Hand.
Der Teig soll glatt werden, sich vom Tisch lösen und elastisch sein.
Wenn wir ihn leicht eindrücken und er langsam zurückspringt, ist er perfekt.
Die erste Ruhephase – Zeit ist Geschmack
Jetzt formen wir eine Kugel, legen sie in eine leicht bemehlte Schüssel und decken sie ab.
Ruhezeit: 2 Stunden bei Raumtemperatur
In dieser Phase startet die Gärung langsam. Der Teig beginnt zu leben.
Teig teilen und weiter ruhen lassen
Nach den 2 Stunden teilen wir den Teig in 4 gleich große Stücke (je ca. 250 g).
Jedes Stück formen wir vorsichtig zu einer Kugel.
Nicht drücken. Nicht kneten. Nur falten und drehen.
Dann legen wir die Teiglinge in eine Box oder auf ein Blech, gut abgedeckt.
Jetzt kommt der wichtigste Teil:
24 Stunden Ruhe im Kühlschrank
Ja, wirklich.
Und ja, es lohnt sich.
Warum 24 Stunden im Kühlschrank?
In dieser Zeit passiert Magie.
Der Teig entwickelt Tiefe, Aroma und Struktur.
- Er wird luftiger
- Er reißt nicht
- Er schmeckt intensiver
- Und er ist deutlich bekömmlicher
Genau so wird Pizzateig in vielen italienischen Pizzerien vorbereitet.
Teig vorbereiten – bitte niemals ausrollen
Ein ganz wichtiger Punkt.
❌ Kein Nudelholz
❌ Kein Ausrollen
Wir formen den Teig ausschließlich mit den Händen.
So machen wir es richtig
- Teigling leicht bemehlen
- Von der Mitte nach außen drücken
- Den Rand bewusst nicht platt drücken
So bleibt die Luft im Rand – und wir bekommen diesen typischen, luftigen Cornicione.
Der richtige Belag – weniger ist mehr
Ein perfekter Teig braucht keinen schweren Belag.
Unser Favorit für eine klassische Pizza:
- San Marzano Tomaten (passiert oder zerdrückt)
- Salz
- Ein Spritzer Olivenöl
- Frischer Mozzarella
Mehr braucht es nicht.
Der Teig soll die Hauptrolle spielen – nicht überdeckt werden.
Backen wie in Italien (auch zu Hause)
Ideale Bedingungen
- Backofen auf maximale Temperatur (250–300 °C)
- Blech oder Pizzastein gut vorheizen
- Pizza auf unterster Schiene backen
Backzeit: 6–8 Minuten
Je heißer der Ofen, desto besser das Ergebnis.
Typische Fehler – und wie wir sie vermeiden
Zu viel Mehl
→ Der Teig wird trocken und hart
Zu viel Hefe
→ Schwerer Geschmack, schlechte Verträglichkeit
Zu kurze Ruhezeit
→ Flacher Teig, wenig Aroma
Ausrollen mit dem Nudelholz
→ Keine Luft, kein Rand, keine echte Pizza
Fazit
Genau so schmeckt Italien…
Ein echter italienischer Pizzateig braucht keine Tricks.
Er braucht Zeit, Geduld und Respekt vor den Zutaten.
Wenn wir uns darauf einlassen, werden wir belohnt:
Mit einem Teig, der außen knusprig, innen luftig und einfach unvergleichlich ist.
Probiert dieses Rezept aus.
Gebt ihm Zeit.
Und genießt Pizza so, wie sie in Italien gedacht ist.
Guten Appetit! 🍕
Ich bin gespannt, wie dir das Rezept gelungen ist – schreib es mir gern in die Kommentare!
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