24h Pizzateig mit Trockenhefe – so gelingt Pizza wie aus der Lieblingspizzeria.

24h pizzateig trockenhefe
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24h Pizzateig mit Trockenhefe – einfach, aromatisch und perfekt für zuhause

Wer einmal einen richtig guten Pizzateig selbst gemacht hat, weiß: Danach will man nichts anderes mehr. Genau hier kommt unser 24h Pizzateig mit Trockenhefe ins Spiel.
Er ist unkompliziert, alltagstauglich und liefert trotzdem genau das, was wir uns wünschen: lockere Struktur, tolle Luftblasen und ein intensives Aroma.

Wir zeigen Schritt für Schritt, wie wir diesen Teig zubereiten, warum sich die lange Gehzeit lohnt und worauf wir achten sollten, damit das Ergebnis wirklich überzeugt – auch ohne Profi-Equipment.

Warum überhaupt 24 Stunden Gehzeit?

Die kurze Antwort: Geschmack und Textur.
Die lange Antwort ist etwas spannender.

Während der Teig langsam ruht, hat die Hefe Zeit, ihre Arbeit zu machen. Stärke wird abgebaut, Aromen entstehen, und der Teig wird dehnbarer und bekömmlicher. Das merken wir nicht nur beim Formen, sondern vor allem beim Essen.

Ein 24h Pizzateig:

  • schmeckt intensiver
  • lässt sich leichter ausziehen
  • bekommt eine luftigere Krume
  • liegt weniger schwer im Magen

Und das Beste: Mit Trockenhefe funktioniert das genauso gut wie mit frischer Hefe.

Trockenhefe im Pizzateig – besser als ihr Ruf

Viele denken noch immer, dass Trockenhefe „zweite Wahl“ ist. Das stimmt längst nicht mehr.

Wir nutzen Trockenhefe sehr gern, weil sie:

  • lange haltbar ist
  • sich exakt dosieren lässt
  • zuverlässig arbeitet
  • perfekt für lange Teigführungen geeignet ist

Gerade bei einem 24-Stunden-Teig ist weniger mehr. Eine kleine Menge Trockenhefe reicht völlig aus.

Die Zutaten – schlicht und ehrlich

Für einen guten Pizzateig brauchen wir keine komplizierten Zutaten. Qualität und Verhältnis sind entscheidend.

Grundrezept für ca. 4 Pizzen

  • 620 g Weizenmehl (Typ 00 oder 480)
  • 400 ml kaltes Wasser
  • 1 g Trockenhefe
  • 14 g Salz
  • optional: 10 g Olivenöl

Wichtig: Das Wasser sollte kalt sein. So kontrollieren wir die Gärung besser über die lange Zeit.

Teig zubereiten – Schritt für Schritt erklärt

1. Mehl und Hefe vermischen

Wir geben das Mehl in eine große Schüssel und mischen die Trockenhefe gründlich unter. So verteilt sie sich gleichmäßig und arbeitet später besser.

2. Wasser langsam einarbeiten

Nun gießen wir das kalte Wasser nach und nach dazu. Mit der Hand oder einem Löffel mischen wir alles, bis keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind.

Der Teig wirkt jetzt klebrig und unordentlich – das ist völlig normal.

3. Kurze Ruhephase

Jetzt lassen wir den Teig 15–20 Minuten ruhen.
Diese Autolyse hilft dem Mehl, das Wasser aufzunehmen. Der Teig wird später deutlich geschmeidiger.

4. Salz (und Öl) unterkneten

Nach der Ruhezeit arbeiten wir das Salz ein. Wer mag, gibt jetzt auch das Olivenöl dazu.

Wir kneten nur so lange, bis der Teig glatt, elastisch und leicht glänzend ist. Das dauert von Hand etwa 8–10 Minuten.

24 Stunden Geduld – so fermentiert der Teig richtig

Jetzt beginnt der wichtigste Teil.

Erste Gehphase

Wir formen eine Kugel, legen sie in eine leicht geölte Schüssel und decken sie luftdicht ab.

2 Stunden bei Raumtemperatur

Der Teig startet jetzt die Fermentation und gewinnt an Volumen.

Kalte Gare im Kühlschrank

Nach den ersten Stunden wandert der Teig in den Kühlschrank bei etwa 4–5 °C.

18–20 Stunden im Kühlschrank

Hier passiert die Magie. Langsam, kontrolliert, aromatisch.

Teiglinge formen – der letzte Schritt vor dem Backen

Etwa 3–4 Stunden vor dem Backen holen wir den Teig aus dem Kühlschrank.

Jetzt teilen wir ihn in gleich große Portionen (ca. 250 g) und formen straffe Teiglinge. Diese legen wir in eine Box oder auf ein bemehltes Blech und decken sie locker ab.

So können sie wieder auf Raumtemperatur kommen und entspannen sich vollständig.

Pizza formen – bitte kein Nudelholz

Ein ganz wichtiger Punkt.

Wir drücken den Teig, wir rollen ihn nicht.

Mit den Fingerspitzen drücken wir die Luft von innen nach außen. Der Rand bleibt etwas dicker – genau dort entstehen später die schönen Blasen.

Der Teig sollte sich fast von selbst ziehen lassen. Wenn nicht, braucht er noch ein paar Minuten Ruhe.

Backen – so wird die Pizza richtig gut

Natürlich ist ein Pizzaofen ideal, aber auch zuhause holen wir viel heraus.

Backofen-Variante

  • maximale Ober-/Unterhitze (250–300 °C)
  • Backstahl oder Pizzastein gut vorheizen (mind. 45 Minuten)
  • Pizza auf der untersten Schiene backen

Backzeit: 5–7 Minuten

Pfanne + Ofen (Geheimtipp)

Pizza zuerst in einer heißen Pfanne anbacken, dann kurz unter den Grill im Ofen schieben.
So bekommen wir einen knusprigen Boden und geschmolzenen Belag.

Typische Fehler – und wie wir sie vermeiden

Zu viel Hefe
→ Der Teig geht zu schnell und schmeckt flach.

Zu warme Führung
→ Die Struktur leidet, der Teig wird instabil.

Zu wenig Ruhe
→ Der Teig reißt und zieht sich zurück.

Zu viel Mehl beim Formen
→ Der Boden wird trocken.

Mit etwas Übung vermeiden wir diese Punkte ganz automatisch.

Warum wir diesen Teig immer wieder machen

Dieser 24h Pizzateig mit Trockenhefe ist für uns der perfekte Mittelweg.
Er ist planbar, liefert konstant gute Ergebnisse und passt wunderbar in den Alltag.

Wir bereiten ihn abends vor, lassen ihn über Nacht arbeiten und genießen am nächsten Tag eine Pizza, die geschmacklich weit über dem Standard liegt.

Und genau das macht ihn so beliebt – nicht nur bei uns, sondern auch bei Familie und Freunden.

Fazit

Wenn wir wenig Aufwand mit maximalem Geschmack kombinieren wollen, ist dieser Teig ideal.
Keine komplizierten Techniken. Keine Spezialzutaten.
Nur Zeit, Geduld und ein gutes Rezept.

Probieren wir es aus.
Denn gute Pizza beginnt immer beim Teig – und dieser hier ist ein verdammt guter Anfang.

Guten Appetit! 🍕

Ich bin gespannt, wie dir das Rezept gelungen ist – schreib es mir gern in die Kommentare!

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Und falls du Lust hast, noch ein bisschen zu stöbern, wirf gern einen Blick auf meine früheren Beiträge – vielleicht ist ja etwas Spannendes für dich dabei.

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