Dünnen Pizzateig selber machen – unser bewährtes Rezept für echten Pizzagenuss
Wer liebt sie nicht – Pizza mit hauchdünnem, knusprigem Boden, der außen leicht kross und innen trotzdem noch ein wenig elastisch ist? Genau dieser Pizzateig ist es, der uns sofort an italienische Pizzerien erinnert. Und die gute Nachricht ist: Wir können dünnen Pizzateig ganz einfach selber machen.
Ohne komplizierte Techniken. Ohne Profi-Equipment. Und ohne Fachchinesisch.
In diesem Artikel zeigen wir Schritt für Schritt, wie wir dünnen Pizzateig selber machen, worauf es wirklich ankommt und welche Fehler wir besser vermeiden. Alles verständlich erklärt, alltagstauglich und so geschrieben, dass wir direkt loslegen können.
Warum dünner Pizzateig einfach besser schmeckt
Dünner Pizzateig ist mehr als nur Geschmackssache. Er sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Teig, Sauce und Belag. Der Boden trägt die Pizza, dominiert sie aber nicht.
Was wir besonders daran lieben:
- Der Teig wird schön knusprig
- Die Pizza wirkt leichter und bekömmlicher
- Die Aromen vom Belag kommen viel besser zur Geltung
- Wir fühlen uns danach nicht „erschlagen“
Kurz gesagt: Weniger Teig, mehr Genuss.
Die Grundzutaten – weniger ist hier wirklich mehr
Ein guter dünner Pizzateig braucht keine lange Zutatenliste. Im Gegenteil. Je einfacher, desto besser.
Diese Zutaten brauchen wir:
- 500 g Weizenmehl (Typ 00 oder alternativ Typ 405)
- 325 ml lauwarmes Wasser
- 10 g Salz
- 2 g frische Hefe (oder ½ TL Trockenhefe)
- 1 EL Olivenöl (optional, aber empfehlenswert)
Mehr nicht. Kein Zucker, kein Backpulver, kein Schnickschnack.
Das richtige Mehl – ein unterschätzter Faktor
Wenn wir richtig dünnen Pizzateig selber machen wollen, spielt das Mehl eine große Rolle.
Typ 00 ist ideal:
- Sehr fein gemahlen
- Hoher Proteingehalt
- Perfekt für elastischen, dünn ausrollbaren Teig
Falls wir kein italienisches Mehl bekommen:
- Typ 405 funktioniert ebenfalls sehr gut
- Typ 480 oder 700 sind auch möglich, aber etwas rustikaler
Wichtig ist: Das Mehl sollte nicht zu grob sein, sonst reißt der Teig schneller.
Schritt für Schritt: Dünnen Pizzateig selber machen
Jetzt wird es praktisch. Wir gehen den Weg gemeinsam – ohne Stress, aber mit Plan.
1. Hefe aktivieren
Wir lösen die Hefe im lauwarmen Wasser auf. Nicht heiß, sonst stirbt sie ab.
Ein paar Sekunden umrühren, fertig.
Geduld lohnt sich hier, auch wenn es simpel wirkt.
2. Teig mischen und kneten
Mehl in eine große Schüssel geben, Salz untermischen.
Dann das Hefewasser langsam einarbeiten. Zum Schluss das Olivenöl dazu.
Jetzt kneten wir:
- Von Hand: ca. 10–12 Minuten
- Mit Maschine: 7–8 Minuten auf niedriger Stufe
Der Teig sollte:
- glatt
- elastisch
- nicht klebrig
sein. Wenn wir ihn leicht eindrücken und er springt zurück, sind wir auf dem richtigen Weg.
3. Ruhezeit – der geheime Star des dünnen Pizzateigs
Hier entscheidet sich alles. Ein dünner Pizzateig braucht Zeit.
Wir formen eine Kugel, legen sie in eine geölte Schüssel und decken sie ab.
- Minimum: 2 Stunden bei Raumtemperatur
- Besser: 24 Stunden im Kühlschrank
- Optimal: 48 Stunden, wenn wir Zeit haben
Je länger die Gehzeit, desto:
- besser der Geschmack
- elastischer der Teig
- einfacher das Ausziehen
Teig teilen und formen – bitte kein Nudelholz!
Nach der Ruhezeit teilen wir den Teig in Portionen:
- 4 Kugeln für normale Pizzen
- 5–6 Kugeln für sehr dünne Pizzen
Jetzt kommt der wichtigste Punkt:
Wir rollen den Teig nicht aus.
Stattdessen:
- Mit den Fingern von innen nach außen drücken
- Den Teig vorsichtig auseinanderziehen
- Die Luft zum Rand schieben
So entsteht:
- ein dünner Boden
- ein minimaler Rand
- eine perfekte Textur
Wie dünn ist eigentlich „dünn“?
Eine häufige Frage – völlig berechtigt.
Richtwert:
- In der Mitte ca. 2–3 mm
- Am Rand maximal 1–1,5 cm
Wenn wir fast die Arbeitsfläche durch den Teig sehen können, sind wir genau richtig.
Der perfekte Belag – weniger ist Pflicht
Ein dünner Pizzateig verzeiht keine Fehler beim Belegen.
Unsere Faustregel:
Weniger ist mehr.
Zu viel Sauce oder Käse macht:
- den Boden weich
- die Pizza schwer
- den Geschmack flach
Besser:
- Dünn passierte Tomaten
- Salz, Olivenöl, evtl. etwas Oregano
- Mozzarella sparsam
- Belag bewusst wählen
So bleibt der Boden knusprig.
Backen: So wird der Pizzateig richtig knusprig
Auch der beste Teig scheitert bei falscher Hitze.
Unsere Empfehlungen:
- Backofen maximal vorheizen (mindestens 250 °C)
- Backzeit: 6–8 Minuten
- Noch besser: Pizzastein oder Stahl
- Blech vorher mit aufheizen
Je heißer, desto besser für:
- Knusprigkeit
- schnelle Bräune
- luftige Struktur
Häufige Fehler – und wie wir sie vermeiden
Auch beim dünnen Pizzateig gibt es Stolperfallen.
❌ Zu viel Hefe
→ Der Teig schmeckt hefig und geht ungleichmäßig.
❌ Zu kurze Ruhezeit
→ Der Teig reißt und lässt sich schlecht formen.
❌ Zu viel Mehl beim Formen
→ Der Boden wird trocken.
❌ Zu viel Belag
→ Der Teig wird matschig.
Wenn wir diese Punkte beachten, klappt es fast immer.
Dünnen Pizzateig vorbereiten und aufbewahren
Gute Nachricht: Wir können den Teig problemlos vorbereiten.
- Im Kühlschrank: bis zu 3 Tage
- Tiefgefroren: bis zu 3 Monate
- Bereits geformt: kurz vor dem Backen belegen
So haben wir jederzeit frischen Pizzateig parat.
Fazit
Dünnen Pizzateig selber machen lohnt sich…
Dünnen Pizzateig selber zu machen ist:
- einfacher als gedacht
- günstiger als Fertigteig
- geschmacklich um Welten besser
Mit ein paar Grundzutaten, etwas Zeit und der richtigen Technik zaubern wir Pizza wie aus der Pizzeria – direkt bei uns zu Hause.
Und das Beste:
Je öfter wir es machen, desto besser wird das Ergebnis.
Guten Appetit! 🍕
Ich bin gespannt, wie dir das Rezept gelungen ist – schreib es mir gern in die Kommentare!
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