1 kg Pizzateig – So gelingt der perfekte Teig für jede Pizza
Wer liebt ihn nicht – den Duft von frisch gebackener Pizza, der durchs Haus zieht?
Aber bevor wir über Beläge, Saucen und Käse reden, müssen wir das Herzstück jeder Pizza betrachten: den Teig.
In diesem Artikel schauen wir uns ganz genau an, wie man aus 1 kg Mehl den perfekten Pizzateig herstellt, was man dabei beachten sollte, und wie viel Pizza eigentlich aus einem Kilo Teig entsteht.
Warum der Teig so wichtig ist
Viele denken, der Belag macht die Pizza – aber das stimmt nur zur Hälfte.
Ein richtig guter Teig entscheidet darüber, ob unsere Pizza knusprig, luftig oder gummiartig wird.
Der Teig ist das Fundament.
Wenn er stimmt, ist fast alles andere Nebensache.
Ein schlecht gemachter Teig dagegen lässt selbst die besten Zutaten blass aussehen.
Welche Zutaten wir brauchen (für 1 kg Mehl)
Für etwa 1 kg Pizzateig – das reicht für 5 bis 6 mittelgroße Pizzen – benötigen wir:
- 1 kg Weizenmehl Type 00 (alternativ Type 405, wenn wir kein Pizzamehl haben)
- 600 ml lauwarmes Wasser
- 30 g frische Hefe oder 10 g Trockenhefe
- 25 g Salz
- 20 ml Olivenöl (extra vergine)
- 1 Prise Zucker
Tipp: Je besser das Mehl, desto elastischer und aromatischer der Teig. Italienisches Tipo 00 ist besonders fein gemahlen und ergibt diesen typischen, weichen, aber dennoch knusprigen Pizzaboden.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So machen wir den Teig
1. Hefe aktivieren
Zuerst geben wir die Hefe in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser.
Ein Teelöffel Zucker hilft, die Hefe zu „wecken“. Nach 5–10 Minuten sollte sie leicht schäumen – das ist ein Zeichen, dass sie aktiv ist.
2. Mehl und Salz mischen
In einer großen Schüssel vermischen wir das Mehl und das Salz.
Wichtig: Das Salz sollte nicht direkt mit der Hefe in Kontakt kommen – das kann ihre Aktivität hemmen.
3. Flüssigkeit hinzufügen
Langsam gießen wir das Hefewasser in das Mehl. Währenddessen rühren oder kneten wir den Teig, bis sich alles verbindet.
Dann kommt das Olivenöl hinzu.
Jetzt heißt es: Kneten, kneten, kneten!
Mindestens 10 Minuten von Hand oder 5 Minuten mit der Maschine.
Der Teig sollte geschmeidig, elastisch und leicht klebrig sein, aber nicht mehr an den Fingern kleben bleiben.
4. Teig ruhen lassen
Wir formen eine Kugel und legen sie in eine leicht geölte Schüssel.
Mit einem feuchten Tuch abdecken und mindestens 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen – besser sind 12–24 Stunden im Kühlschrank.
Warum so lange?
Durch die lange Gärzeit entwickelt sich mehr Geschmack, und der Teig wird leichter verdaulich.
Wie viel Pizza ergibt 1 kg Teig?
Das hängt natürlich von der Dicke der Böden ab.
Im Allgemeinen gilt:
| Pizzagröße | Teigmenge pro Pizza | Anzahl aus 1 kg Teig |
|---|---|---|
| Kleine Pizza (Ø 25 cm) | 150–180 g | ca. 6 Stück |
| Mittlere Pizza (Ø 28 cm) | 200–230 g | ca. 5 Stück |
| Große Pizza (Ø 32 cm) | 250–280 g | ca. 4 Stück |
Wenn wir lieber dünne, italienische Pizzen mögen, kommen wir leicht auf 6–7 Stück.
Bei dicken, amerikanischen Böden eher auf 3–4.
Der richtige Zeitpunkt zum Ausrollen
Nach dem Gehen ist der Teig bereit – aber nicht sofort ausrollen!
Wir lassen ihn erst auf Raumtemperatur kommen, etwa 30 Minuten. Dann lässt er sich leichter verarbeiten.
Beim Ausrollen oder Ausziehen gilt:
Nicht mit dem Nudelholz pressen, sondern vorsichtig mit den Händen von innen nach außen drücken.
So bleibt die Luft im Rand und sorgt später für diesen herrlich fluffigen „cornicione“.
Welche Mehlsorten eignen sich für Pizzateig?
Nicht jedes Mehl ist gleich.
Für Pizzateig brauchen wir ein glutenreiches Mehl, das elastisch bleibt und beim Backen gut aufgeht.
Hier ein kurzer Überblick:
| Mehlsorte | Eigenschaften | Ergebnis |
|---|---|---|
| Tipo 00 | sehr fein, hoher Glutengehalt | klassisch italienisch, luftig |
| Tipo 0 | etwas gröber | kräftiger, rustikaler Geschmack |
| Weizenmehl Type 405 | leicht verfügbar | weicher Teig, weniger elastisch |
| Dinkelmehl Type 630 | gesünder, aber trockener | etwas nussiger Geschmack |
Tipp: Eine Mischung aus Tipo 00 und Tipo 0 ergibt oft die perfekte Balance zwischen Elastizität und Geschmack.
Wie backen wir den perfekten Pizzateig?
1. Ofen vorheizen
So heiß wie möglich!
Idealerweise 250–300 °C – je höher, desto besser.
Wenn wir einen Pizzastein oder Stahl besitzen, wird’s noch authentischer.
Wir heizen ihn mindestens 30 Minuten vor, damit er richtig heiß ist.
2. Teig belegen
Weniger ist mehr!
Zu viel Belag macht die Pizza matschig. Eine dünne Schicht Tomatensauce, ein paar Mozzarellastücke und frische Zutaten reichen völlig.
3. Backzeit
Bei 250–300 °C braucht die Pizza nur 6–8 Minuten.
Der Rand sollte goldbraun, leicht gebläht und knusprig sein.
Wie lagern wir überschüssigen Teig?
Wenn wir mehr Teig haben, als wir brauchen – kein Problem!
Pizzateig lässt sich wunderbar einfrieren.
So geht’s:
- Nach der ersten Gehzeit Teig portionieren (z. B. 200 g-Stücke).
- In Frischhaltefolie einwickeln und in den Gefrierschrank legen.
- Zum Verwenden einfach über Nacht im Kühlschrank auftauen und 2 Stunden vor dem Backen auf Raumtemperatur bringen.
So können wir jederzeit spontan Pizza machen!
Häufige Fehler – und wie wir sie vermeiden
- Zu viel Hefe: Der Teig geht zu schnell auf und schmeckt später hefig. Lieber weniger Hefe und mehr Ruhezeit.
- Zu wenig Salz: Der Teig schmeckt fad. Salz betont den Geschmack des Mehls.
- Zu kaltes Wasser: Hefe arbeitet langsamer, der Teig bleibt fest.
- Kein Ruhen: Ein frisch gekneteter Teig ist zu elastisch und zieht sich beim Ausrollen wieder zusammen.
- Zu viel Mehl beim Ausrollen: Der Teig wird trocken – besser etwas Öl verwenden.
Varianten und Experimente
Wenn wir Lust auf Abwechslung haben, können wir mit kleinen Änderungen Großes bewirken:
- Mit Vollkornmehl: Gesünder, kräftiger im Geschmack.
- Mit Bier statt Wasser: Gibt ein feines Aroma und mehr Farbe.
- Mit Sauerteig: Für Liebhaber traditioneller, aromatischer Pizzen.
- Mit Kräutern im Teig: Rosmarin, Oregano oder Basilikum für mediterrane Noten.
Jede Variante bringt eine eigene Note – es lohnt sich, ein wenig zu experimentieren!
Fazit
1 kg pizzateig, unendlich viele möglichkeiten…
Ein Kilo Pizzateig klingt nach viel – aber wenn wir erst einmal anfangen zu backen, ist er schneller weg, als wir denken.
Mit den richtigen Zutaten, etwas Geduld und ein paar einfachen Handgriffen gelingt uns jedes Mal ein Ergebnis, das fast wie aus einer echten italienischen Pizzeria schmeckt.
Der Schlüssel ist Zeit und Liebe zum Detail.
Und das Schönste?
Wir können den Teig ganz nach unserem Geschmack anpassen – dünn, dick, klassisch, rustikal oder glutenfrei.
Also: Mehl raus, Hände waschen, Schürze umbinden –
Lasst uns Pizza machen!
Guten Appetit! 🍕
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